Gestern und heute ist das Wetter sehr schlecht in Paris. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen Schnee und Regen. Ekelhaft! Schön, wenn es schneit, unangenehm wenn es regnet.
Bei solch einem Wetter ist es auch kein Vergnügen, draußen rumzurennen. So blieb ich entweder in der Schule und habe noch etwas gelernt, oder bin gleich nach Hause. Tut auch mal gut, einfach nichts zu machen. Nach 4 Stunden Unterricht bin ich auch immer total geschlaucht. Der Unterricht macht zwar sehr viel Spaß, mein Lehrer Luc ist super witzig und gestaltet die Stunden sehr interessant - aber diese Sprache raubt mir den letzten Nerv! Ich krieg das einfach net hin mit diesen Nasallauten. Und die Grammatik ist mir teilweise auch ein Rätsel. Auf was man alles achten muss! Hier ein "e" mehr, weil weiblich, da ein "au" weil maskulin... En, dans, sur, au, aux... QUOI?!
Die Pariser machen es einem auch nicht leicht, die Sprache tatsächlich im Alltag zu üben. Da verucht man dem Verkäufer eine Frage zu stellen, der verzieht schon bei meinem "bonjour monsieur" kurz das Gesicht und wühlt seine verstaubten Brocken Englisch aus der hintersten Schublade hervor. In Taiwan war es genau andersherum. Da hast du gar nicht vor Chinesisch zu reden, grüßt aber höflichkeitshalber in der Landessprache und schon überrollt dich eine Welle der Begeisterung und eine Flut an unverständlichen Wörtern. So unterschiedlich kann Kultur sein.
Ein weiteres Problem habe ich mit der Größe der Klasse und der ständigen Fluktuation meiner Mitschüler. Jeden Montag wechseln die Klassen durch. Die Schlechten werden ab-, die Guten heraufgestuft plus die Neuankömmlige werden auf die Klassen aufgeteilt. Bis dann wieder Ruhe einkehrt, sind wieder zwei Tage vergangen. Gestern waren wir 13, heute 14, aber wieder in einer völlig neuen Besetzung. Auf der Liste stehen 17 Leute. Eindeutig zu viel! V.a., da die Schule auch auf ihrer Homepage verspricht, dass die Klassen aus maximal 14 bestehen. Also bin ich heute gleich ins Büro und hab mich beschwert. Die Frau im Büro war zwar einsichtig, aber so überzeugt davon, dass sich was ändern wird, bin ich ja nicht.
Ich frag mich ja, warum letztlich immer ich - die konfliktscheueste Person überhaupt - diejenige bin, die sich über solche Missstände beschwert. Ich HASSE es mich zu beschweren! Schließlich sind da ja noch 16 andere Personen in meiner Klasse, die es auch nicht toll finden, dass wir so viele sind. Aber in Aktion treten diese nie. Meine Gastmutter meinte, dass es daran liegt, dass ich Juristin bin. Daher würde sie, als Vermieterin, nie einem Juristen eine Wohnung vermieten. Toll! In anderen Worten, durch mein Studium laufe ich sozusagen mit einem Kainsmal auf der Stirn herum.
Aber wieder zurück zum Thema. 15 Personen sind eindeutig zu viel, um eine Sprache zu lernen. Aus Taiwan bin ich es ja gewöhnt, maximal 6 Leute in einer Klasse zu haben. Und diese Besetzung blieb dann auch konstant für ganze 3 Monate. Meiner Meinung nach ist das auch das absolute Limit, um effektive Fortschritte zu erzielen. Mir ist es unverständlich, wie wir damals in der Schule mit 30+ Schülern in einer Klasse überhaupt was gelernt haben. "Mehr Geld für kleinere Klassen - nicht mehr als 10 Schüler im Unterricht!" Das wäre mal eine vernünftige Bildungsreform - wo doch grad wieder die neue Pisastudie rauskam.
Vielleicht wechsel ich doch mal in die Politik? Mit diesen Gedanken - Bonne nuit!
Bei solch einem Wetter ist es auch kein Vergnügen, draußen rumzurennen. So blieb ich entweder in der Schule und habe noch etwas gelernt, oder bin gleich nach Hause. Tut auch mal gut, einfach nichts zu machen. Nach 4 Stunden Unterricht bin ich auch immer total geschlaucht. Der Unterricht macht zwar sehr viel Spaß, mein Lehrer Luc ist super witzig und gestaltet die Stunden sehr interessant - aber diese Sprache raubt mir den letzten Nerv! Ich krieg das einfach net hin mit diesen Nasallauten. Und die Grammatik ist mir teilweise auch ein Rätsel. Auf was man alles achten muss! Hier ein "e" mehr, weil weiblich, da ein "au" weil maskulin... En, dans, sur, au, aux... QUOI?!
Die Pariser machen es einem auch nicht leicht, die Sprache tatsächlich im Alltag zu üben. Da verucht man dem Verkäufer eine Frage zu stellen, der verzieht schon bei meinem "bonjour monsieur" kurz das Gesicht und wühlt seine verstaubten Brocken Englisch aus der hintersten Schublade hervor. In Taiwan war es genau andersherum. Da hast du gar nicht vor Chinesisch zu reden, grüßt aber höflichkeitshalber in der Landessprache und schon überrollt dich eine Welle der Begeisterung und eine Flut an unverständlichen Wörtern. So unterschiedlich kann Kultur sein.
Ein weiteres Problem habe ich mit der Größe der Klasse und der ständigen Fluktuation meiner Mitschüler. Jeden Montag wechseln die Klassen durch. Die Schlechten werden ab-, die Guten heraufgestuft plus die Neuankömmlige werden auf die Klassen aufgeteilt. Bis dann wieder Ruhe einkehrt, sind wieder zwei Tage vergangen. Gestern waren wir 13, heute 14, aber wieder in einer völlig neuen Besetzung. Auf der Liste stehen 17 Leute. Eindeutig zu viel! V.a., da die Schule auch auf ihrer Homepage verspricht, dass die Klassen aus maximal 14 bestehen. Also bin ich heute gleich ins Büro und hab mich beschwert. Die Frau im Büro war zwar einsichtig, aber so überzeugt davon, dass sich was ändern wird, bin ich ja nicht.
Ich frag mich ja, warum letztlich immer ich - die konfliktscheueste Person überhaupt - diejenige bin, die sich über solche Missstände beschwert. Ich HASSE es mich zu beschweren! Schließlich sind da ja noch 16 andere Personen in meiner Klasse, die es auch nicht toll finden, dass wir so viele sind. Aber in Aktion treten diese nie. Meine Gastmutter meinte, dass es daran liegt, dass ich Juristin bin. Daher würde sie, als Vermieterin, nie einem Juristen eine Wohnung vermieten. Toll! In anderen Worten, durch mein Studium laufe ich sozusagen mit einem Kainsmal auf der Stirn herum.
Aber wieder zurück zum Thema. 15 Personen sind eindeutig zu viel, um eine Sprache zu lernen. Aus Taiwan bin ich es ja gewöhnt, maximal 6 Leute in einer Klasse zu haben. Und diese Besetzung blieb dann auch konstant für ganze 3 Monate. Meiner Meinung nach ist das auch das absolute Limit, um effektive Fortschritte zu erzielen. Mir ist es unverständlich, wie wir damals in der Schule mit 30+ Schülern in einer Klasse überhaupt was gelernt haben. "Mehr Geld für kleinere Klassen - nicht mehr als 10 Schüler im Unterricht!" Das wäre mal eine vernünftige Bildungsreform - wo doch grad wieder die neue Pisastudie rauskam.
Vielleicht wechsel ich doch mal in die Politik? Mit diesen Gedanken - Bonne nuit!
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